Das Experiment – Versuchspersonen und Versuchskaninchen

Ein Experiment ist nichts anderes als eine methodisch ausgerichtete Untersuchungsanordnung mit exaktem Verlaufs- und Ergebnisprotokoll. Wissenschaftliche Experimente sind so angelegt, dass sie – auch und gerade für andere – wiederholbar sind. Das macht die per Experiment im Labor oder in der Feldforschung gewonnenen Forschungsergebnisse erst für die Fachwelt überprüfbar und damit auch gültig.

Experimente sind in vielen Wissenschaftsdisziplinen zu Hause, besonders in der Naturwissenschaft (Physik, Chemie, Biologie), Ingenieurwissenschaft, Psychologie und Soziologie, aber auch in der Wirtschaftswissenschaft und in der Sprachwissenschaft.Der Weg führte im Laufe der Jahrhunderte weg von einer rein beschreibenden und hin zu einer experimentellen Wissenschaft.

Eine Sonderrolle spielt die Experimentalpsychologie. Sie ist eine „Erfindung“ des 19. Jahrhunderts und wurde 1860 als ein eigener Wissenschaftszweig begründet. Die großen Mentoren der experimentellen Psychologie sind die deutschen Wissenschaftler Hermann Ludwig von Helmholtz (sensorische Psychophysiologie), Gustav Fechner (Psychophysik) sowie Wilhelm Wundt (physiologische Psychologie).

Grundlegende Fragen der menschlichen Wahrnehmung, des Denkens sowie des Gedächtnisses stehen im Mittelpunkt der experimentellen Psychologie. Es ist der Versuch, menschliches Verhalten und Handeln vor dem Hintergrund der Neurobiologie des Gehirns zu verstehen und zu erklären.

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