Der Sekretär ist seit dem 18. Jahrhundert ein sehr beliebtes Möbelstück und wird auch als Schreibschrank bezeichnet. Der Sekretär besteht aus einem Aufsatzschrank und einem Schreibtischunterteil. Aus dem ursprünglichen Kabinettsschrank entwickelte sich im Laufe der Zeit der in seiner heutigen Form bekannte Sekretär mit sehr vielfältigen Varianten in Gestaltung und Design.

Der Sekretär erfuhr einige Wandlungen und Verbesserungen. So wurde er zum Beispiel mit mehr Schubladenreihen auf beiden Seiten ausgestattet. Die Gestaltung des Sekretärs wurde immer eleganter und so wurde aus einem herkömmlichen kompakten Möbelstück mehr und mehr ein Tisch, welcher die Kommode ersetzte. Die Schreibplatte war nun ausziehbar und ein Rollladen, welcher im Viertelkreis geführt war, diente dazu, die dahinter liegenden Schübe und Fächer elegant und stilvoll  zu verbergen.

Es entstand das so genannte „Zylinderbureau“, eine mit Rollladen im Viertel- oder Halbkreis geführte Variante des Schreibtisches, welche sowohl ohne als auch mit Aufsatz zur Verfügung stand. Ab dem Jahr 1760 war das Zylinderbüro einer der wichtigsten Bestandteile in der Pariser Tischlerkunst. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts gelangte der Sekretär auch von England aus über die Niederlande in deutsche Gefilde.

Bei den Sekretären unserer Zeit handelt sich überwiegend um antiquarische Stücke oder Reproduktionen. Nicht nur platzsparend und sehr funktional kann ein Sekretär als wahres Schmuckstück eine Wohnungseinrichtung aufwerten, und wer dieses Möbelstück einmal besitzt, wird sich nur ungern von ihm trennen.

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